Die drohende Insolvenz des Briefzustellers Pin Group belastet das Verhältnis der Anteilseigner und treibt einen Keil zwischen mehrere deutsche Großverlage, berichtet die FTD. Der Pin-Haupteigner Axel-Springer-Verlag ist nach FTD-Informationen massiv darüber verärgert, dass Zeitungshäuser wie die WAZ-Gruppe und Holtzbrinck keinerlei Mittel mehr für Pin bereitstellen.
„Diese Verlage haben im Sommer richtig Kasse gemacht und halten sich nun einfach raus“, verlautete aus Springer-Kreisen. Aus den Reihen der Mitgesellschafter hingegen hieß es: „Wir fragen uns schon, was Springer da eigentlich macht.“ Wer es klug angestellt habe, sei eben beizeiten mit einem Millionengewinn bei dem Briefzusteller ausgestiegen.